Was passiert im Pferdemaul, wenn man eine harte Parade gibt oder auch nur in starker Anlehnung reitet bei einem auf Trense gezäumten Pferd?

1. Die beiden Trensenschenkel (rote Pfeile) schieben sich zusammen und klemmen den Unterkiefer ein = Nussknackerwirkung.
2. Gleichzeitig bildet das Gelenk der Trense (blauer Pfeil) mit seinen beiden Schenkeln einen spitzen Winkel, der schmerzhaft in den weichen Gaumen des Oberkiefers drückt.
Ist dem Pferd nun das Maul mit einem hannoverschen oder englischen Reithalfter zugesperrt, so kann es diesem Schmerz nicht durch Öffnen des Mauls entgehen.
Hierzu folgendes:
Eine namhafte deutsche Gebiss-Herstellerfirma hat zu Forschungszwecken - sie entwickelten das doppelt gebrochene Trensengebiss - viele Köpfe von geschlachteten Reitpferden seziert. Man stellte fest, dass fast alle Pferde frische und alte Blutergüsse in eben diesem Gaumenbereich aufwiesen.
Es gibt für jeden Reiter Wege, dem Pferd die oben beschriebenen Schmerzen zu ersparen; sei es durch Lockern und/ oder Weglassen des Nasenriemens und/ oder Verfeinerung der Zügelhilfen.